Lara Tiefenthaler und Laura Swoboda im Doppelzweier auf Platz acht – Julian Schöberl sammelt wichtige Erfahrungen in der offenen Klasse
Mit einem vierten Platz für Konrad Hultsch im Leichtgewichts-Einer ist die Ruder-Europameisterschaft im italienischen Varese für den Österreichischen Ruderverband (ÖRV) zu Ende gegangen. Hultsch verpasste seine erste internationale Medaille im Einer um lediglich 0,50 Sekunden und unterstrich damit seine starke Form im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Amsterdam.
Nach seinem Wechsel aus dem Leichtgewichts-Zweier ohne, in dem er gemeinsam mit Paul Ruttmann 2024 EM- und WM-Gold gewann, belegte Hultsch im A-Finale des Leichtgewichts-Einers in 6:57,30 Minuten Rang vier. Die Bronzemedaille ging an die Ukraine in 6:56,80 Minuten.
Lara Tiefenthaler und Laura Swoboda im Doppelzweier auf Platz 8
Auch der Frauen-Doppelzweier mit Lara Tiefenthaler und Laura Swoboda zog nach seinem gemeinsamen internationalen Auftritt in der offenen Klasse eine positive Bilanz. Nach einem starken Vorlauf verpasste das Duo den Einzug ins A-Finale nur knapp und belegte am Ende Gesamtrang acht. Das Rennen wurde bewusst genutzt, um im Hinblick auf die Weltmeisterschaft verschiedene Rennstrategien zu testen und weitere Wettkampferfahrung in der neuen Bootsklasse zu sammeln.
Julian Schöberl auf Platz 17 unter schwierigen Bedingungen
Julian Schöberl beendete die Europameisterschaft auf Rang 17 im Männer-Einer der offenen Klasse. Nach seinem Wechsel vom Leichtgewichts-Einer sammelte der Vizeweltmeister von 2025 wichtige internationale Erfahrung.
Sein Platzierungsrennen wurde durch schwierige Bedingungen geprägt – Schöberl berichtet von einem chaotischen Rennverlauf: In der Anfangsphase, rund um die 250- bis 300-Meter-Marke, bekam er durch den Wellenschlag eines Motorboots vor ihm Wasser ins Boot – nach seiner Einschätzung eine Folge der Startorganisation, da das vorangegangene Rennen verspätet gestartet war und das Motorboot dadurch länger als üblich vor ihm blieb. Ähnliche Situationen wiederholten sich im weiteren Rennverlauf, zeitweise war das Boot voll Wasser – das Rennen wurde dadurch zu einem ständigen Durchkämpfen bis ins Ziel.
„Unter diesen Umständen war es schwierig, die eigene Leistung wie geplant abzurufen“, sagte Schöberl nach dem Rennen.
Die Jury zeigte in der Folge die rote Flagge und beriet über ein mögliches Wiederholungsrennen – dieses fand letztlich nicht statt. Für Schöberl war das Rennen dennoch ein wichtiger Erfahrungswert nach dem Umstieg in die offene Klasse
Fazit des ÖRV
Kurt Traer, Sportdirektor und Nationaltrainer des ÖRV: „Die Europameisterschaft in Varese war für uns eine wichtige Standortbestimmung. Wir haben wertvolle Erkenntnisse gesammelt und gesehen, wo wir im internationalen Vergleich stehen. Jetzt geht es darum, diese Erfahrungen mitzunehmen und uns bestmöglich auf die Weltmeisterschaft in Amsterdam vorzubereiten.“
Auf einen Blick: Österreich bei der Ruder-EM 2026 in Varese
Ort: Varese, Italien
Datum: 31. Juli bis 2. August 2026
Österreichische Ergebnisse:
• Leichtgewichts-Einer (LM1x): Konrad Hultsch – Platz 4 im A-Finale
• Frauen-Doppelzweier (W2x): Lara Tiefenthaler / Laura Swoboda – Platz 8 gesamt
• Männer-Einer offene Klasse (M1x): Julian Schöberl – Platz 17 gesamt
Besondere Fakten:
• Konrad Hultsch verpasste die Bronzemedaille im Leichtgewichts-Einer um 0,50 Sekunden
• Lara Tiefenthaler, Europameisterin 2025 im Leichtgewichts-Einer, startete heuer bereits zum dritten Mal gemeinsam mit Laura Swoboda im Frauen-Doppelzweier.
• Julian Schöberl wechselte nach WM-Silber 2025 im Leichtgewichts-Einer in die offene Klasse und sammelte in Varese internationale Erfahrung trotz schwieriger Bedingungen
• Die Europameisterschaft diente als wichtiger Test vor der Weltmeisterschaft in Amsterdam im August 2026
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Rückfragehinweis:
Michael Lachsteiner / Text und PR
ml@textundpr.at