FISU WM Rudern 2026

Österreichisches Team im stark besetzten Feld

Von 9. bis 15. August 2026 fand in London, Ontario (Kanada) die FISU WM im Rudern statt. Für UniSport Austria gingen drei Boote an den Start: Matthias Mair im Einer, Clara Bernhardt im Einer der Damen sowie Lisa Zehetmair und Hannah Keplinger im Zweier. Der Österreichische Ruderverband kooperiert bei diesem Events immer enger mit UniSport Austria, da die FISU WM und World University Games international immer mehr an Bedeutung und Stärke gewinnt.

Ein zunehmend stark besetztes Feld

Über die gesamte Regatta hinweg war ein spürbar gestiegenes internationales Leistungsniveau zu beobachten – Ausdruck der zunehmend engeren Zusammenarbeit zwischen FISU und World Rowing. Mehrere Nationen, darunter Großbritannien und die Niederlande, traten mit Athlet:innen an, die nur knapp den Sprung in den jeweiligen Elite-Nationalkader verpasst hatten. Etliche amtierende U23-Medaillengewinner:innen sowie A-Finalist:innen standen bei dieser FISU WM nicht im Finale.

Matthias Mair (Einer) – Gesamtrang 8

Im Vorlauf wurde Matthias Mair unter sechs Booten Fünfter (7:25,80 Min.). Hinter Deutschland, den USA, den Niederlanden und Großbritannien, vor Portugal. Der Rückstand auf den Sprung ins A-Finale betrug rund acht Sekunden, womit es für ihn ins B-Finale ging. Dort steigerte er sich deutlich und wurde Zweiter (7:16,06 Min.), nur 1,92 Sekunden hinter Großbritannien. Eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorlauf. Mair ist der erfahrenste der drei österreichischen Starter: 2023 wurde er in Chengdu Vierter im Leichtgewichts-Doppelzweier, 2024 folgte Rang 2 in derselben Bootsklasse. Heuer trat er erstmals im Einer an – mitten im Wechsel vom Leichtgewichts- ins Schwergewichtsrudern ein bemerkenswert starkes Ergebnis.

Lisa Zehetmair und Hannah Keplinger (Zweier) – Gesamtrang 10

Im Vorlauf wurden Zehetmair und Keplinger Fünfte von fünf Booten, nur knapp hinter Litauen, die ebenfalls ins B-Finale weiterkamen. Nach Einschätzung des Teams waren das bis dahin die besten Schläge vor Ort in Kanada. Im B-Finale zeigten sie trotz eines sich während des Rennens lösenden Stemmbretts erneut eine solide Leistung und wurden Vierte (7:37,74 Min.), nur hauchdünn hinter Litauen. Ohne die technische Störung wäre nach Einschätzung des Teams ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen.

Clara Bernhardt (Einer Damen) – Gesamtrang 13

Für Clara Bernhardt war es die erste FISU WM. Im Vorlauf zeigte sie über die ersten 500 Meter ein sehr starkes Tempo, fiel im weiteren Rennverlauf aber zurück und wurde Fünfte und Letzte ihres Laufs; nach dem neuen Aufstiegssystem ging es für sie direkt ins C-Finale, ohne Umweg über einen Hoffnungslauf. Dort steigerte sie sich und gewann souverän vor Tschechien (8:16,46 Min.).

Fazit

Die FISU WM wird von Jahr zu Jahr stärker besetzt. Für Athlet:innen zwischen U23 und Elitekader bietet der Wettkampf damit eine wertvolle zusätzliche internationale Bühne.