European Universities Rowing Championship 2026

Veranstaltung: European Universities Rowing Championship (EUSA) 2026

Ort: Zagreb, Kroatien

Datum: 27.–29. August 2026

Zusammenfassung

Die Delegation der Universität Wien trat bei der European Universities Rowing Championship 2026 in Zagreb in vier Bootsklassen an. Höhepunkt war der Sieg im Zweier ohne Steuermann (M2-), der die Goldmedaille sicherte. Die übrigen drei Boote erreichten allesamt das A- bzw. B-Finale.

BootsklasseAthlet:innenEndplatzierungEndzeit
M4xPhilipp Bernhard Kellner, Fabian Ortner, Umberto Bertagnoli, Vitus Haider5. Platz (A-Finale)6:22.66
W2-Marie Christina Brummer, Isabella Baumann6. Platz (A-Finale)8:16.68
W1xClara Berger8. Platz (2. im B-Finale)8:11.65
M2-Xaver Haider, Bruno Bachmair1. Platz – GOLD (A-Finale)6:48.65

Ergebnisse im Detail

M4x – Kellner, Ortner, Bertagnoli, Haider

Im Vorlauf traf das Vierer-Boot mit Philipp Bernhard Kellner, Fabian Ortner, Umberto Bertagnoli und Vitus Haider auf ein Feld von insgesamt 13 Booten. Da für den Aufstieg ins Semifinale lediglich ein Boot geschlagen werden musste, reichte ein 3. Platz in 6:41.39, ohne dass ein volles Rennen gefordert war.

Im Semifinale am Folgetag war eine klare Steigerung gegenüber dem Vorlauf notwendig. Diese wurde abgerufen: auf den letzten drei Schlägen wurde das niederländische Boot aus Utrecht noch abgefangen, wodurch der Vierer mit dem 3. Platz in 6:22.71 den Einzug ins A-Finale schaffte.

Im A-Finale war den Athleten bewusst, dass für eine Medaille ein Risiko eingegangen werden musste. Bis zur 1500-Meter-Marke blieb das Boot in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen, musste am Ende jedoch Tribut zollen und beendete das Rennen als 5. in 6:22.66.

W2 – Brummer, Baumann

Marie Christina Brummer und Isabella Baumann fuhren im Vorlauf ein solides Rennen und erreichten mit der fünftschnellsten Zeit aller Boote (3. Platz im Vorlauf, 8:14.23) den direkten Einzug ins A-Finale.

Im Finale riss die Mannschaft leider zwei Krebse innerhalb der ersten 500 Meter, wodurch die Crew von Beginn an im hinteren Feld lag. Trotz eines erneuten Anlaufs im weiteren Rennverlauf blieb es beim 6. Platz in 8:16.68.

W1x – Berger

Clara Berger zeigte sich im Vorlauf zufriedenstellend und erreichte mit dem 3. Platz das Semifinale. Dort war eine deutliche Steigerung gefordert, die auch gelang – allerdings traf Berger im Semifinale auf die deutsche Athletin, die im eigenen Vorlauf durch Algen im Ruderblatt behindert worden war und dadurch in Bergers Lauf gelost wurde. Die Deutsche gewann in weiterer Folge das Semifinale, Berger wurde 4. in 8:21.53.

Im B-Finale lieferte sich Berger ein Kopf-an-Kopf-Rennen und sicherte sich den 2. Platz im B-Finale (8:11.65), was in der Gesamtwertung Rang 8 bedeutet.

M2 – Haider, Bachmair

Für Xaver Haider und Bruno Bachmair war der Anspruch von Beginn an klar: Gold. Bereits im Vorlauf zeigte das Duo mit einem klaren Sieg (7:12.37) das vorhandene Potenzial und stieg direkt ins A-Finale auf. Die größten Herausforderer aus Split erreichten über den zweiten Vorlaufsieg ebenfalls das Finale.

Im Finale war beiden Crews klar, dass der Gegner von Beginn an Druck aufbauen würde. Die österreichische Taktik sah vor, nach 400 Metern länger draufzubleiben, sich eine Bootslänge herauszurudern und diese zu verteidigen. Im letzten 500-Meter-Abschnitt versuchte Split noch einmal anzugreifen – die Erfahrung des Duos zeigte sich jedoch: Der Angriff wurde erkannt, mit einem Konter-Zehner beantwortet und die Verfolger auf Distanz gehalten. Endzeit: 6:48.65 – Goldmedaille vor Split (6:52.16) und Turin Polytechnic (6:58.47).

Fazit

Mit dem Gold im M2- sowie zwei weiteren A-Finalteilnahmen (M4x, W2-) und einem B-Finale (W1x) zeigte die Delegation der Universität Wien bei der EUSA 2026 in Zagreb ein starkes Gesamtbild über alle gemeldeten Bootsklassen hinweg.