Beach Sprint WM Bronze für Magdalena Lobnig

ÖRV-Athletin gewinnt nach Gold 2024 und Silber 2025 ihre dritte WM-Medaille in Folge trotz Bojenfehlers – Roidmayer auf Rang sechs

Magdalena Lobnig (VST) hat bei den World Rowing Beach Sprint Finals in Qingdao (China) die Bronzemedaille im Frauen-Einer gewonnen. Im Rennen um Platz drei setzte sie sich in 3:04,10 Minuten gegen die Portugiesin durch, die nach 3:07,55 Minuten das Ziel erreichte. Nach Gold 2024 und Silber 2025 ist es Lobnigs dritte WM-Medaille im Beach Sprint in Folge.

Lobnig qualifizierte sich als Vierte des Zeitfahrens (3:03,56) für die K.-o.-Phase. Im Achtelfinale besiegte sie Italien deutlich mit 3:03,33 zu 3:08,85. Auch im Viertelfinale gegen Großbritannien behielt sie in einem knappen Rennen mit 2:52,56 zu 2:53,63 die Oberhand. Im Halbfinale gegen Australien unterlief ihr allerdings ein folgenschwerer Fehler: Lobnig umrundete eine Boje auf der falschen Seite und musste zurück, um sie korrekt zu passieren. Damit war der Finaleinzug außer Reichweite. Die Australierin gewann in 3:19,56 zu 4:04,22. Knapp 20 Minuten später sicherte sich Lobnig im kleinen Finale die Bronzemedaille. Insgesamt absolvierte sie am Finaltag vier Rennen in weniger als zwei Stunden. Gold ging an Australien, das sich im Finale gegen China mit 2:53,03 zu 2:57,08 durchsetzte.

Roidmayer und Ömer erreichen ihre gesteckten Ziele

Nikolas Roidmayer (MÖV) belegte im U19-Männer-Einer den sechsten Platz und erreichte damit sein Ziel, unter die besten acht zu kommen. Im Achtelfinale setzte er sich deutlich gegen Australien durch (3:10,80 zu 3:25,75). Im Viertelfinale musste er sich Griechenland mit 2:55,37 zu 2:52,28 geschlagen geben.

Luisa Ömer (WLI) erreichte im U19-Frauen-Einer über das zweite Zeitfahren die K.-o.-Phase der besten 16 und damit ebenfalls ihr erklärtes Ziel. Nach Rang elf im ersten Zeitfahren (3:35,28) qualifizierte sie sich als Siebente des zweiten Zeitfahrens (3:36,13). Im Achtelfinale war Australien zu stark: Ömer unterlag mit 3:42,40 zu 3:20,40 und beendete die WM auf Rang elf.

Für Esther Schöberl und Alexander Rittenbacher (beide DOW) war im U19-Mixed-Doppelzweier im Achtelfinale Endstation. Die EM-Zweiten unterlagen Australien mit 2:47,63 zu 2:42,84 und belegten in der Endwertung den zwölften Platz.

Vincent Schreiber (LIA) verpasste im Männer-Einer, dem größten Feld der WM, den Einzug in die K.-o.-Runde und wurde 22. Im ersten Zeitfahren fehlte ihm als Neunter mit 2:45,05 ein Platz auf die direkte Qualifikation. Im zweiten Zeitfahren erreichte er mit 3:08,10 Rang 14.

Sportdirektor Traer: „Wir werden die richtigen Lehren und Konsequenzen ziehen“

Sportdirektor Kurt Traer zog eine gemischte Bilanz der Weltmeisterschaften: „Die Beach-Sprint-WM war sehr selektiv, starke Wellen und wechselnde Bedingungen stellten die Athlet:innen vor schwierige Herausforderungen. Das Team war gut vorbereitet und in sehr guter Form, aber leider war das Glück diesmal nicht auf unserer Seite, weshalb einige Platzierungen eher am unteren Rand unserer Erwartungen lagen. Dass Magdalena eine Medaille gewinnen konnte, ist natürlich wunderbar. Der Bojenfehler im Halbfinale tut aber sehr weh, da sie in Topform war. Wir werden die WM genau analysieren und die richtigen Lehren und Konsequenzen daraus ziehen.“

Mit den World Rowing Beach Sprint Finals in Qingdao ist auch der Blick auf die Zukunft gerichtet: Beach Sprint steht 2028 in Los Angeles erstmals auf dem olympischen Programm.

Fotos zum honorarfreien Abdruck finden Sie hier (Fotocredit: ÖRV/meinruderbild): 

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